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Finanzierung für EntwicklungDie UN-Konferenz über die Zukunft der Entwicklungsfinanzierung 2001Hintergrundpapier von Jens MartensErstmals in ihrer Geschichte werden die Vereinten Nationen im Jahr 2001 eine Internationale Konferenz über Entwicklungsfinanzierung durchführen. Ihr Ziel ist es, Auswege aus der permanenten Finanzkrise der meisten Länder des Südens zu finden. Das Spektrum der Themen, die dort auf der Agenda stehen, reicht von der künftigen Rolle öffentlicher und privater Kapitalflüsse bis hin zu institutionellen Reformen im Weltfinanzsystem. Die Vereinten Nationen begeben sich damit auf ein Terrain, das bislang vor allem von den Bretton-Woods-Institutionen dominiert wurde.
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Drei Trends förderten offensichtlich die Bereitschaft der Regierungen, die Zukunft der Entwicklungsfinanzierung in einer eigenen Konferenz zu erörtern: Die traditionelle öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) steckt in der Krise und entfernt sich immer mehr vom anvisierten "0,7-Prozent-Ziel"; die internationalen Ströme von privatem Kapital (einschließlich Direkt- und Portfolioinvestitionen) sind rasant angewachsen, ohne dass die Mehrheit der Entwicklungsländer bislang davon profitierte; die Finanzkrisen der vergangenen Jahre machten den gewachsenen Regelungs- und Abstimmungsbedarf innerhalb des globalen Geld- und Finanzsystems deutlich. Ob die Konferenz aus der Sackgasse führt, in die die Nord-Süd-Verhandlungen der vergangenen Jahre fastologisch nachhaltige Projekte verwendet werden, müssen sich auch die Regierungen im Süden etwas mehr einfallen lassen, als nur stereotyp mehr Geld zu fordern. Es muss letztlich darum gehen, wie in den Ländern des Südens eine nachhaltige Entwicklung gefördert werden kann. Wie schon bei den Weltkonferenzen der 90er Jahre werden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die Dynamik des Verhandlungsprozesses mitbestimmen. Der Ausgang der Konferenz wird auch von ihren Impulsen und dem öffentlichen Druck, den sie auf die Regierungen ausüben, abhängen. Der Zeitpunkt dafür ist angesichts der aktuellen Debatte um eine Reform des IWF und der Krise der WTO nach Seattle günstiger denn je. Das Forum Umwelt & Entwicklung und WEED wollen mit diesem Arbeitspapier in Deutschland die Diskussion über die Finanzierung einer zukunftsfähigen Entwicklung fördern und zur aktiven Aus-einandersetzung mit den zentralen Themen des FfD-Prozess anregen. Das Hintergrundpapier kann beim Forum Umwelt & Entwicklung, Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn, E-mail forumue@compuserve.com bestellt werden. Bonn, Mai 2000
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